Zwischen Aufbruch, Rückschlägen und Neuanfang
Die Geschichte von A Poet’s Drum reicht zurück ins Jahr 1983. Damals gründeten Nikola Pejakovic, sein Bruder Marko, Bernd Buchberger, Peter Kopf und zwei weitere Weggefährten unter dem Namen In the Distance ihre erste Band. Die frühen Auftritte waren geprägt von jugendlicher Energie und dem Traum, die große Bühne zu erobern. Schon im November desselben Jahres ging es ins Studio, um die ersten Demos einzuspielen.
...

MARKO
Pejakovic
Lead and Background
Vocals, Electric and
Accoustic Guitars

NIKOLA
Pejakovic
Accoustic Guitars,
Keyboards, Accordeon, Mandolin,
Background Vocals

BERND
Buchberger
Bass

WOLFGANG
Bäumer
Lead Electric and
Accoustic Guitars

MARC
Turiaux
Drums
Die Anfangszeit war ebenso ungestüm wie improvisiert: Schlagzeuger Peter kam mit geklebten Drumsticks, für den Song »Time’s Run Out« existierte noch kein Text. Doch wichtiger als Perfektion war der gemeinsame Spirit – Musik als Ausdruck von Freundschaft, Leidenschaft und Aufbruch.
In den folgenden Jahren trennten sich die Wege zeitweise. Buchberger und Kopf fanden sich in einer Metal-Formation wieder, während die Brüder Pejakovic stärker von New Wave, und Post-Punk beeinflusst wurden. Trotz stilistischer Unterschiede riss das Band zwischen den Musikern nie ab.
...
1994 erfolgte die Neuausrichtung – In the Distance wurde zu A Poet’s Drum. Drei Jahre später war genügend Material vorhanden, um in Eigenregie ein Debütalbum einzuspielen: Grace. In der Besetzung Peter Kopf (Gitarre), Axel Schramm (Keyboards), Nikola Pejakovic (Multiinstrumentalist, Backing Vocals) und Marko Pejakovic (Gesang) nahm die Band ihre erste große Produktion in Angriff. Für die Live-Shows kehrte Bassist Buchberger zurück, am Schlagzeug verstärkte Marc Turiaux die Gruppe – ein Musiker, der neue Maßstäbe setzte.
Die Songs von Grace öffneten Türen: Über zwei Jahre hinweg spielte A Poet’s Drum zahlreiche Konzerte. Das Highlight dieser Phase war der gefeierte Auftritt im Jahr 2000 beim »Rocksommer« im Münchner Theatron.
Dann folgte der Bruch. Familiäre Verpflichtungen führten zu einer Pause, die eigentlich nur vorübergehend sein sollte. Doch das Leben schrieb ein anderes Kapitel: Schwere Krankheiten und persönliche Rückschläge verhinderten über Jahre hinweg ein Comeback.
Erst 2022 – entschlossener denn je – plante die Band die eigene Geschichte fortzuschreiben und fing an neue Songs zu schreiben und zu arrangieren. Ab Oktober 2023 begannen dann die neue Aufnahmen. Geplant war ein Album mit elf Songs, darunter Neuaufnahmen und ältere Demo-Ideen.
Das neue Werk ist ein sehr persönliches Statement. Die Texte handeln von Verlust, Hoffnung und der nie endenden Sehnsucht nach Liebe – Themen, die aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gewachsen sind. Musikalisch zeigt sich die Band breiter aufgestellt denn je.
Am Ende waren es 17 fertige Tracks – genug für ein Doppelalbum
Besonders prägend für die neue Phase ist Gitarrist Wolfgang Bäumer, ein Freund aus Jugendtagen, der nicht nur künstlerisch, sondern auch menschlich neue Impulse brachte. Ein absoluter Glücksmoment war, dass das Gründungsmitglied Peter Kopf für zwei Songs Gitarrenparts beisteuerte – ein sehr emotionales Zeichen der Verbundenheit.
A Poet’s Drum ist damit mehr als nur eine Band mit Vergangenheit. Es ist eine Geschichte von Durchhaltevermögen, tiefer Freundschaft und dem unerschütterlichen Glauben daran, dass Musik verbindet – selbst nach Jahrzehnten voller Umwege.
---
